Samstag, 30. Dezember 2017

- Rezi - Das Mädchen mit der goldenen Schere/ Julia Drosten


Titel: Das Mädchen mit der goldenen Schere
Autor: Julia & Horst Drosten
Seiten: 393
Preis: 4,99€ E-Book/ 10,95€ TB
Verlag: -
Erscheinungsdatum: 1. Dezember 2017

Cover
Ich mag das Cover dieses Buches. Ich finde die Farben sehr ansprechend, liegt wahrscheinlich daran, dass ich Rosatöne sehr gerne in meinem Bücherregal sehe. Auf dem Cover ist eine Dame abgebildet. Für mich sieht sie sehr vornehm und wohlhabend aus. Da das Buch im neunzehnten Jahrhundert spielt, finde ich die Kleidung, die sie trägt sehr passend. Ich muss dazu sagen, dass ich selbst erst mal googeln musste, was man damals als Frau getragen hat, dazu findet ihr hier mehr. Das einzige was mich stört, ist das die Dame aussieht, wie eine Figur aus Sims, so unecht.

 Im Hintergrund befindet sich eine Gebäudereihe, welche meine Aufmerksamkeit aufgrund der ineinander fließenden Farben direkt auf sich gezogen hat, sehr interessant. Ich habe mich mal etwas genauer damit befasst und erkenne das Wiener Rathaus, die Votivkirche und die Wiener Karlskirche. Also super passend.

Titel 
"Das Mädchen mit der goldenen Schere", darunter vorgestellt habe ich mir eine Frau, die als Schneiderin arbeitet. Das stimmt so ja auch, jedoch hätte ich nicht gedacht, dass auch Liebe ein Thema ist und Familie.

Inhalt 
Die Geschichte spielt in Wien, wo eine unbekannte Frau ein Kind im Allgemeinen Wiener Krankenhaus, zu Welt bringt. Die Frau möchte ihr Kind nicht behalten und so landet Fanny in einem Findelhaus (Waisenhaus) auf. Sie wird von der Oberpflegerin Josepha gut erzogen, auch wenn Fanny sich nicht immer an die Regeln hält. 

Fanny wird eine junge Maßschneiderin, deren Entwürfe sehr gefragt sind. Trotz allem möchte Fanny, das Rätsel um ihre leiblichen Eltern lösen. 

Fazit
Das zweite Buch von Julia und Horst Drosten, welches ich lesen und rezensieren darf. Und wieder einmal bin ich begeistert. Ich hatte Spaß dabei herauszufinden, wie Fanny sich entwickelt. Fanny die immer ihren eigenen Kopf durchsetzt und sich nicht von anderen runtermachen lässt, ist ein starker Charakter, den ich im echten Leben sehr schätzen würde. Sie zeigt mir, dass man zu sich stehen muss und sich nicht unter kriegen lassen sollte, um das zu erreichen, was man auch wirklich möchte.
Das Buch beschreibt aber nicht nur Fannys leben, sondern auch die Zustände in der Zeit der Handlung. Arm und Reich, der Stand der Frauen und auch die stets andauernde Kriegsangst, sind ein Thema, welches in die Handlung perfekt eingewoben worden sind. 

Zwei Kleinigkeiten haben mich aber gestört. Das erste ist die Frau auf dem Cover, ich finde diese leider, trotz zeitgemäßer Kleidung, nicht passend. Als zweites: Der Wiener Dialekt. Der im Buch auch wirklich so ausgeschrieben ist. Für einige hat dies vielleicht Abwechslung hereingebracht oder auch das Gefühl wirklich in Wien zu sein, für mich jedoch, war es etwas nervig, da ich immer wieder darüber gestolpert bin beim lesen. Ich bin immer wieder beim lesen rausgebrochen und das hat immer wieder gestört.

Alles in allem kann ich aber sagen, dass auch das zweite Buch (für mich das zweite) mich begeistert hat! Ich mag es in eine andere Zeit entführt zu werden, gewohnt bin ich immer Zeiten, die in der Zukunft liegen. Ich merke jedoch jedes Mal nachdem ich ein Buch von Julia und Horst gelesen habe, dass auch die Vergangenheit sehr interessante Aspekte zu bieten hat.

Preis 
Über den Preis dieses Buches kann man sich wirklich nicht beklagen. 4,99€ für 393 Seiten, als E-Book ist völlig in Ordnung. Und wenn man Amazon Publishing hat, ist es sogar kostenlos! Als Taschenbuch kostet das Buch 10,95€. 

Über die Autorin
Ich kenne Julia und Horst jetzt seit zwei Jahren und haben sie als ein sehr freundliches Autorenpaar kennen gelernt. Beide unternehmen viele Reisen um ihre Bücher noch echter zu gestalten. Auch weiß ich, dass ihre Recherchen zu ihren Büchern nie zu kurz kommen. 



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